Kategorie: Neopren / Wetsuits

Ein Neoprenanzug verlängert die Saison an beiden Enden. Die Donau hat im Mai und im September Temperaturen, bei denen eine Stunde auf dem Wasser ohne Neopren keinen Spaß macht – mit dem richtigen Anzug schon.

Der wichtigste Punkt sind nicht die Millimeter

Fast alle Anzugsbeschreibungen führen mit der Dicke: 3/2 mm, 4/3 mm, 5/3 mm. Die erste Zahl gilt für Brust und Rücken, die zweite für Arme und Beine – dort, wo Beweglichkeit zählt, sitzt weniger Material.

Entscheidender für die Wärme ist aber die Nahtkonstruktion. Eine Flatlock-Naht ist flach und bequem, durchsticht das Neopren aber vollständig – durch jedes Nadelloch kommt Wasser. Eine geklebte und blindgenähte Naht geht nicht durch: Der Anzug bleibt dicht. Genau darin liegt der Unterschied zwischen unseren 100-Euro- und unseren 220-Euro-Anzügen – nicht in der Materialstärke.

Brust- oder Rückenreißverschluss?

Ein Brustreißverschluss lässt weniger Wasser ein und hält den Rücken durchgehend dehnbar. Dafür schlüpft man beim Anziehen durch die Halsöffnung, was fummeliger ist.

Ein Rückenreißverschluss ist deutlich einfacher: hineinsteigen, jemand zieht zu, fertig. Er lässt etwas mehr Wasser ein. Für Einsteiger, für häufiges Umziehen und zum Verleihen ist er die praktischere Wahl.

Wichtig: Die Reißverschlussposition sagt nichts über die Qualität. Unser wärmster Anzug hat einen Rückenreißverschluss – seine geklebten Nähte wiegen das mehrfach auf.

Die Größe muss eng sitzen

Ein Neoprenanzug wärmt, indem er einen dünnen Wasserfilm am Körper hält und aufheizt. Sitzt er zu locker, tauscht sich dieses Wasser ständig aus und der Anzug wärmt nicht. Er soll sich beim Anziehen zu eng anfühlen – im Wasser passt es dann. Auf jeder Produktseite steht eine Größentabelle mit Körpergröße, Brust- und Taillenumfang; bei den Kinderanzügen wird nach Körpergröße gewählt, nicht nach Alter.