Tube ziehen: PS, Leine, Befestigung und Tempo
Teilen
Eine Funtube ist der schnellste Weg zu einem lauten Nachmittag auf dem Wasser: aufpumpen, einhängen, losfahren. Damit der Tag Spaß macht und niemand verletzt wird, müssen aber vier Dinge zusammenpassen: das Boot, das Seil, die Befestigung und das Tempo. Hier steht, worauf es ankommt.
Wie viel PS braucht das Boot?
Entscheidend ist nicht die Spitzenleistung, sondern der Zug beim Anfahren: Das Boot muss die Tube mit allen Fahrern aus dem Wasser ziehen, ohne minutenlang zu kämpfen. Als Orientierung: Für eine Tube mit zwei Personen reichen die meisten Motorboote ab etwa 40 PS. Für drei bis vier Personen sollten es rund 90 PS sein, für ein Bananenboot mit sechs Personen deutlich mehr. Jetskis ziehen in der Regel Tubes für zwei bis drei Personen – ob und mit wie vielen Personen, steht in ihrer Zulassung.
Hast du kein eigenes Boot, fährst du mit dem Sportpaket von Donau Sportboot Charter: Boot oder Jetski mieten, Tube dazu, los.
Welches Seil?
Ein Tube-Seil ist kein Wasserski-Seil. Es ist kürzer, dicker, schwimmfähig und für die Last mehrerer Personen ausgelegt. Jobe gibt jedes Zugseil für eine Personenzahl frei:
- Zugseil 2P: 1–2 Personen, 15,2 m, Bruchlast 1.077 kg
- Zugseil 4P: 3–4 Personen, 16,8 m, Bruchlast 1.882 kg
- Zugseil 6P: 5–6 Personen, 16,8 m, Bruchlast 2.767 kg
- Zugseil 10P: 7–10 Personen, 19,2 m, Bruchlast 3.628 kg
Die Regel ist einfach: Nimm nie ein Seil für weniger Personen, als auf der Tube sitzen. Ein zu schwaches Seil reißt nicht sofort, sondern irgendwann bei voller Fahrt in der Kurve – und dann schnellt es zum Boot zurück. Die Länge zwischen 15 und 19 Metern ist Absicht: weit genug hinter der Heckwelle, nah genug, dass der Beobachter an Bord alles sieht.
Wo hängst du das Seil ein?
Am besten an der Zugöse am Heck oder am Pylon beziehungsweise Wakeboard-Tower. Klampen sind zum Festmachen gedacht, nicht für ruckartige Zuglast in der Kurve. Hat dein Boot zwei Heckösen, verbindet ein Schleppdreieck sie zu einem Zugpunkt – achte darauf, dass es für die Personenzahl zugelassen ist; das Schleppdreieck im Shop ist für eine Person ausgelegt und passt zu Wasserski und Wakeboard, nicht zur Tube. Das schwächste Glied bestimmt, was die ganze Kette aushält.
An der Tube hängt das Seil am vorderen Zugpunkt. Prüfe vor jeder Fahrt Karabiner und Schlaufen: Salz, Sand und Sonne setzen ihnen über die Saison zu.
Wie schnell?
Das Tempo geben die Personen auf der Tube vor, nicht der Fahrer. Auf jeder Jobe-Tube steht die zulässige Höchstgeschwindigkeit; üblich sind rund 30 km/h für Erwachsene und 15 bis 20 km/h für Kinder. Fahre gleichmäßig geradeaus, bis alle sicher sitzen, dann weite Kurven. In der Kurve wird die Tube nach außen geschleudert und deutlich schneller als das Boot – das ist der Spaß, aber auch der Moment, in dem jemand herunterfällt. Bei Kindern bleibt es bei weiten, langsamen Kurven.
Beobachter und Handzeichen
Der Bootsführer schaut nach vorn. Deshalb schreibt die Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung auf Bundeswasserstraßen wie der Donau eine zweite Person an Bord vor, die den Gezogenen beobachtet. Vereinbart vorher Handzeichen: Daumen hoch für schneller, Daumen runter für langsamer, flache Hand für Stopp, Kreis aus Daumen und Zeigefinger für alles in Ordnung. Wer ins Wasser fällt, hebt eine Hand, damit alle sehen, dass es ihm gut geht.
Wo darfst du ziehen?
Auf der Donau ist das Ziehen von Wasserski, Wakeboard und Tube nur auf den dafür freigegebenen Strecken und Zeiten erlaubt; welche das sind, veröffentlicht das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt. Auf Seen entscheidet die Gemeinde. Was bei Regensburg gilt, sammeln wir auf der Seite Wassersport in Regensburg.
Sicherheit in vier Sätzen
- Alle auf der Tube tragen eine 50-N-Weste, auch gute Schwimmer – nach einem Sturz bist du weit vom Boot entfernt.
- Nie mehr Personen auf die Tube, als sie zugelassen ist, und nie ein Seil für weniger Personen.
- Abstand zu Ufern, Badebereichen, Stegen und anderen Booten; in der Kurve schwingt die Tube weit aus.
- Motor aus, bevor jemand vom Boot ins Wasser steigt oder zur Tube schwimmt.
Checkliste für den Tag auf dem Wasser
- Tube passend zur Personenzahl – alle Modelle unter Funtubes & Tubes
- Zugseil mit passender Bruchlast – unter Zubehör
- Eine Schwimmweste für jede Person
- Pumpe, Reparaturset und ein Blick auf Karabiner und Griffe
- Ein Beobachter an Bord und vereinbarte Handzeichen
- Eine freigegebene Strecke
Alles für den Tag hinterm Boot findest du gesammelt in der Kaufberatung Hinterm Boot & Jetski. Ausgewählte Tubes kannst du vorher über Donau Sportboot Charter mit Boot oder Jetski ausprobieren – welche, steht unter An der Donau testen.